'S-Gedichte', die ideale Hilfe zum Lingualtraining

Datum: Sunday, 27.April. @ 19:54:32 CEST
Thema: Unsichtbare Kieferorthopdie


Wie wir bereits im vorigen Artikel beschrieben haben, lassen sich anfängliche Schwierigkeiten beim Tragen einer unsichtbaren Zahnspange einfach "wegtrainieren", wenn mit dem "Ligualtrainer" vor Beginn der Behandlung die "sssccchhh-Laute" trainiert werden, und damit der "Stein des Anstosses" einfach aus der Welt geschafft wird.

Besonders gut geht dies mit den sog. "S-Gedichten", die man einfach üben sollte.
Einige dieser teilweise lustigen Sprüche und Redewendungen haben wir hier für Sie aufgelistet:

Die nachstehenden „Zungenbrecher“ für die Zunge sollten Sie mit und ohne Sprechtrainer laut vorlesen und Ihre Aussprache per Hörprobe selber ständig verbessern, um später mit fester unsichtbarer Klammer dann auch einwandfrei zu sprechen.

Redewendungen
Unter einem Pseudonym schreiben *** ein bisschen tapsig sein *** den Krebsgang gehen *** jemandem auf den Schlips treten*** eine Schwips haben *** in Gips liegen *** jemandem einen Schubs geben*** empfindlich wie die Prinzessin auf der Erbse.

Sprichwörtliches
Lobst du mich so lob ich dich *** Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps*** Erst prob´s, dann lob´s *** Esst mehr Obst und ihr bleibt gesund.

Heiteres
Schreibst du mir, schreibst du ihr, schreibst du auf »M.K.-Papier«. *** Wenn du wen tadelst oder lobst, merk dir, beim Menschen wie beim Obst birgt oft die glänzendste Fassade im Kern die allerdickste Made!

Redewendungen
Den Kürzeren ziehen *** die Zeche bezahlen müssen *** von Zeit zu Zeit *** einen Streit vom Zaune brechen; jemanden in die Zange nehmen *** kurzen Prozeß machen *** seine Zunge im Zaume halten *** Zeichen der Zeit *** ohne Zweck und Ziel *** zum Zuge kommen *** nun schlägt´s dreizehn *** die Katze im Sack kaufen *** mit dem Zaunpfahl winken *** ein alter Zopf *** zu Schutz und Trutz *** auf keinen grünen Zweig kommen *** das Pferd beim Schwanz aufzäumen *** seinem Ehrgeiz ein Ziel setzen *** mit Zittern und Zagen. *** Sätze, in denen auf stimmloses, gespanntes [s] oder auf [ts] ein stimmhaftes, ungespanntes [z] folgt *** Sich aufs hohe Ross setzen *** das sagt sich so leicht *** das sollte jeder wissen *** lass es sein *** gut zu Fuß sein *** man muss Hammer oder Amboss sein.

Sprichwörtliches
Beharrlichkeit führt zum Ziel *** Zwei Augen, zwei Ohren, aber nur ein Mund *** Mit der Münze, mit der du zahlst, zahlt man dir auch *** Von nichts kommt nichts *** Goldener Zaum macht´s Pferd nicht besser *** Katzenkinder mausen gern *** Alles zu seiner Zeit *** Zweifel ist ein übler Zimmerer *** Wer alles aufs Spiel setzt, hat sicher zu viel gesetzt *** Außen Putz – innen Schmutz *** Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz *** In der Kürze liegt die Würze.

Heiteres
Um an etwas zu zweifeln, ist freilich oft bloß nötig, dass man es nicht versteht. Diesen Satz wollen einige Herren gar zu gern umkehren, indem sie behaupten, man verstehe ihren Satz nicht, wenn man ihn bezweifelt. (Lichtenberg) *** Die Flöhe und die Wanzen Gehören auch zum Ganzen. (Goethe)

Reibelaut
Wo Besen oder Wischtuch waltet, wärt Wahnwitz jeder Widerstand. Wohlweislich werden Männer ausgeschaltet, wenn Scheuerteufel wüten wild durchs Land. (H. Harbeck, aus: »Kaktus und Kolibri«)

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Binsen wispern wie im Traum, und der Mond ist aufgegangen. Nur ein Wassernixlein froh sitzt auf einem Wasserröslein, sucht nach einem Wasserfloh in dem feuchten Wasserhöslein.

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Gütig streicht der Abendwind übers Schilf, liebkosten die Wellen. Fischlein schon zu Bette sind, friedlich schlummern die Libellen. Schläfrig lässt der Weidenbaum seine müden Zweige hangen. (Fred Endrikat, aus: »Abend am Wasser« Liederliches und Lyrisches)

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Jedem das Seine *** ein gefundenes Fressen *** um des Kaisers Bart streiten *** die Zügel schließen lassen *** eine Sache wieder ins rechte Gleis bringen *** seinen Senf dazugeben *** was sein muß, muß sein *** seine sieben Sachen zusammensuchen *** sich auf die Socken machen *** jemandem die Suppe versalzen *** im Schweiße seines Angesichts *** ein Buch mit sieben Siegeln *** sich in die Nesseln setzen *** das verschweigt des Sängers Höflichkeit *** Nimm dir was, so hast du was *** Besser über eine Eselsbrücke als gar nicht weiterkommen *** Man vergisst nichts so bald wie Wohltaten *** Ob Norden, Süden, Osten, Westen – in der Heimat ist´s am besten *** Grünes Holz wirft sich *** Alles währt nur seine Zeit *** Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß *** Singe, wem Gesang gegeben *** Einsamkeit macht eigensinnig *** Jeder ist selbst sein bester Schulmeister *** Herr Sausenwind kommt um sein Geld geschwind *** Gutes Land braucht halben Samen *** Was süß ist, kommt oft sauer an *** Wer nichts weiß, und weiß, dass er nichts weiß, der ist´s, der noch vielleicht die Wissenschaft erreicht.

Und zu guter letzt auch ohne Lispelhilfe schwierig:
Fischers´ Fritze fischt frische Fische, Frische Fische fischt Fischers´ Fritze.

Und nun viel Spaß beim Üben!





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