Welche Typen gibt es eigentlich?

Datum: Saturday, 24.August. @ 20:35:02 CEST
Thema: Sichtbare Kieferorthopädie


Unsere Zähne sind nicht fest im Kiefer verwachsen sondern beweglich im Kieferknochen mit sog. Sharpeyfasern aufgehängt. Dadurch können z.B. Zahnbelastungen aufgefangen werden, ohne die Zähne oder den Kieferknochen zu beschädigen.


Mit den Zahnklammern wird für lange Zeit ein dauerhafter Druck auf einen Zahn ausgeübt. Durch diesen stetigen Druck können die Zähne nun in die gewünschte Richtung bewegt werden.
Im Normalzustand sind die den Zahn haltenden Fasern immer nur mäßg gespannt. Wenn nun eine Zahnklammer dauerhaft auf einen Zahn Druck ausgeübt, ändert sich dies: Auf einer Seite werden nun die Fasern zusammengedrückt, es entsteht eine Druckzone. Auf der anderen Seite entsteht eine Zugzone, weil die Fasern hier gespannt werden.

Auf diesen Druck oder Zug reagiert der Kieferknochen sehr sensibel: Da wo Druck ausgeübt wird beginnt der Kiefer mit der Rückbildung des Knochens. Dort wo der Zahn den Spalt zum Kieferknochen einengt, beginnt sich der Knochen langsam abzubauen um den engen Schacht wieder etwas zu erweitern.

In umgekehrter Weise wird durch den ständigen Zug der Fasern auf der anderen Seite eine Knochenneubildung angeregt. So soll der zu weite Schaftraum wieder angepasst werden.



Zähne können so in fast jede gewünschte Richtung bewegt werden. Es kommt also nicht auf besondere Kraft an sondern auf einen dauerhaften, stetigen Druck. Der Kieferorthopäde hat für die speziellen Aufgaben die verschiedensten Zahnklammern zur Verfügung. Er wählt die Möglichkeit aus, die die jeweilige Aufgabe am besten lösen kann.






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